Gabelbissen #79 – Stephaniebraten

IMG_1693In dieser Folge geht es um einen Klassiker der österreichischen Küche, dem Stephaniebraten. Ich darf euch einladen mit mir eine kleine geschichtliche Tour zu Kaiser Franz Josef I. und seinen Gefolgsleuten zu machen, denn dieser Braten hat einen durchaus kaiserlichen Ursprung. Wie er zu seinem Namen gekommen ist und wie er eigentlich gemacht wird verrate ich euch in der aktuellen Folge. Beim heutigen Rezept bereiten wir den bereits genannten Braten, meine Version von Herzoginenkartoffel (Erdäpfel finde ich in der Kombination etwas eigenwillig) und eine schnellen Kräutersauce zu. Und zum Drüberstreuen erzähle ich euch noch kurz eine Ruck-Zuck Marinade für Blattsalat. 🙂 Ich wünsche viel Spaß beim Zuhören!

Stephaniebraten mit Herzoginnenkartoffel und Kräutersauce (6 Portionen)

Braten:
  • 800 g gemischtes Faschiertes
  • 1 Schweinsnetz
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 2 Stk Semmeln
  • 1 Zwiebel
  • 5 Eier
  • 6 Essiggurken
  • 2 EL Sarepta Senf
  • getrockneter Majoran
  • Petersilie (klein gehackt)
  • 1 Zitrone
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Butter
  1. 4 Eier wachsweich kochen (ca. 8 – 10 Minuten) und danach schälen
  2. Schweinenetz abspülen, in eine Schüssel geben mit Essig und Wasser bedecken – mindestens 30 Minuten ziehen lassen
  3. Semmeln in Wasser einweichen
  4. Zwiebel fein hacken, in einer Pfanne mit etws Butter glasig dünsten
  5. gehackte Petersilie hinzufügen und mitdünsten lassen
  6. danach vom Herd nehmen und abkühlen lassen
  7. Semmeln auspressen und mit Faschiertem vermischen
  8. Ei, Majoran, ausgekühltes Zwiebelgemisch und Salz dazugeben
  9. zu feinem Fleischteig verarbeiten
  10. Senf und den Abrieb einer Halben Zitrone untermengen
  11. Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze aufheizen
  12. Backblech mit Backpapier auslegen
  13. Schweinsnetzerl nochmal spülen und auf Backblech ausbreiten
  14. Hälfte des Faschierten darauf geben und mit Eiern und Gurkerl belegen
  15. restlichen Fleischteig darauf platzieren und Schweinenetz verschließen
  16. ins Rohr stellen und mindestens 50 Minuten braten
  17. 10 Minuten im ausgeschaltenem Backrohr rasten lassen
Herzoginnenkartoffel:
  • 1 kg Püreeerdäpfel
  • Ca. 80 – 100 ml Milch
  • 3 Eier
  • Schnittlauch
  • Muskat
  • Salz
  1. Erdäpfel schälen und in Salzwasser weich kochen
  2. Pressen und etwas auskühlen lassen
  3. 2 Eier, Schnittlauch und Milch hinzugeben und gut verrühren
  4. mit Salz und Muskat würzen
  5. In Spritzssack/Gebäckspritze geben und auf Backblech platzieren
  6. mit restlichem Ei bestreichen
  7. im Backrohr 15 Minuten backen (bis leicht gebräunt)
Sauce:
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • 1/2 – 3/4 Becher Sauerrahm
  • 3 EL Mehl
  • Frischer Kräuter gehackt
  1. Gemüsebrühe mit gehackten Kräutern aufkochen lassen
  2. Sauerrahm mit Mehl vermischen und unter Kräuterbrühe rühren
  3. kurz aufkochen lassen
  4. evt. mit Salz abschmecken

 

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo, lieber Thomas!
    Also mich langweilen die Geschichten zur Geschichte nicht! Ist doch immer nett, Neues zu erfahren und der schöne Nebeneffekt ist, dass die Episoden damit ein bisserl länger werden! Das kann doch fast nur gut sein! 🙂 Ich freu mich also über kurze Geschichts-Exkurse!
    Liebe Grüße!

  2. Hallo, lieber Thomas!
    Also ich bin von kurzer österreichischer Adelsgeschichte absolut nicht gelangweilt. In dem Bereich bin ich sowieso alles andere als firm und da schadet mir ein bissl Nachhilfe sicher nicht! 🙂 Überhaupt wenn Du, wie Du ja auch sagst, keine knochentrockenen Vorträge hältst sondern uns mit netten und interessanten Anekdoten versorgst. Also von meiner Seite aus: nur her mit der österreichischen Geschichte! 🙂
    Danke!!!
    Danke an dieser Stelle auch mal für den schönen Podcast, die leckeren Rezepte und die Zeit und die Mühe die Du in all das investierst!

  3. Servus Resi!

    Danke für dein Feedback! Freut mich, dass dir mein Podcast und die Rezepte gefallen. 🙂 Da ich überwiegend positives Feedback (Twitter etc.) bekommen habe, werde ich, wenn es zum Thema passt, immer ein wenig zu den Adeligen etc. bringen.

    Wünsch dir weiterhin viel Spaß mit dem Gabelbissen!

    Thomas

  4. Juhuuu! Das freut mich!
    Entschuldige bitte, dass jetzt zwei Kommentare von mir da sind. Irgendwas stimmt bei mir mit der Darstellung Deiner Seite nicht, denn wie ich mich heute eingetragen hab, war mein Kommentar von letztens nicht hier! Ich dachte, da hat einfach was beim Übermitteln nicht geklappt. Aber jetzt seh ich es plötzlich wieder. Komisch. Dafür sehe ich immer noch nicht den Ananas-Eintrag, von dessen Existenz weiß ich nur dank iTunes. Das ist mir schon öfter aufgefallen. Aber ich nutze ein ganz altes iOS, vielleicht liegt es einfach daran.
    Ganz liebe Grüße!

  5. Kein Problem 🙂 Verwendest du auf deinem iOS Gerät den Safari oder einen alternativen Browser? Was du auf alle Fälle mal probieren könntest, dass du die Seite refreshed, sprich neu lädst. Da muss er auf alle Fälle den neuen Inhalt anzeigen. Hattest du das Problem schon immer oder erst seit kurzem?

    Liebe Grüße

    Thomas

  6. Ich verwende Safari. Ich aktualisiere eh immer – mehrfach! Zum Beispiel wenn ich in diesen Beitrag rein geh zeigt er mir erst null Kommentare an und erst nach dem Aktualisieren alle. Aber die Startseite kann ich aktualisieren so viel ich will, da zeigts mir einfach nicht den neuesten Beitrag. (Oh! Dass es jetzt eine Holunder-Folge gibt weiß ich auch nur dank iTunes! Dieser Beitrag ist für mich der neueste…) Ich kenn das schon länger, ich wundere mich oft, dass so lang keine neuen Folgen kommen und dann schau ich einen Tag später und plötzlich zeigt er mir drei neue. Ist aber auch schön, denn so hab ich auf Anhieb ganz viel Neues zu hören!!! 🙂 Aaaber mittlerweile weiß ich ja, dass ich besser bei iTunes schau ob was Neues da is, lesen kann ich ja auch später mal, wenn mein Tablet sich entschließt doch jetzt auch mal neuere Folgen anzuzeigen. 🙂
    Alles Liebe! Ich hör jetzt gleich mal die Holunder-Folge! Mjam!

  7. Wenn du willst können wir gerne versuchen das Problem zu lösen. Am einfachsten du schickst mir eine Mail (zB über das Kontaktformular hier im Blog) und ich schau was ich für dich tun kann. 🙂

    Viel Spaß mit der Holler-Folge!

    Thomas

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