Irgendwie könnt es Knoblauch sein …

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… doch im Grunde ist es etwas gänzlich Anderes. Wie man auf dem Bild schön erkennen kann, ist der heiß begehrte Bärlauch wieder erwacht und wartet nur darauf gepflückt zu werden. Ich habe bereits einen kurzen Artikel zu diesen wunderbaren Blättern verfasst und zwar im Jahre 2007! Hier könnt ihr euch schon vorab ein paar Informationen zu dieser wirklich guten Küchenzutat holen. Obwohl der Bärlauch auch für ein eher ungeschultes Auge leicht zu erkennen sein sollte, passiert es immer wieder, dass Menschen sterben, da sie ihn mit der Herbstzeitlose oder dem Maiglöckchen verwechseln. Darum achtet immer darauf wo ihr und was ihr pflückt! Wenn ihr nur ein paar kleinere Regeln befolgt, sollte dem Vergnügen des Pflückens und des Genießens danach nichts mehr im Wege stehen. Nach dem obligaten Klick verrate ich euch ein paar Merkmale des Bärlauch und ein Rezept. 🙂 Denn immerhin wollen wir unsere Ernte auch verwerten, oder?

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Grundsätzlich muss man beim Bärlauch sagen, dass es am besten ist, wenn man ihn sobald wie möglich erntet. Sobald die Blätter zu groß sind oder die Pflanze gar zu blühen beginnt, kann man dieses Gewächs nicht mehr verwenden. Doch worauf sollte man beim Pflücken nun acht geben? Bärlauch wächst nie auf offenen Wiesen, sondern immer im bewaldetem Gebiet. Die Blätter wachsen einzeln aus dem Boden und sind an der Oberseite eher glänzend und an der Unterseite matt. Ein weiteres Merkmal wäre der “Rücken” des Blattes, hier findet man eine deutlich erkennbare “Ader”, welche man bei frischen Blättern einfach brechen kann. Weiters riechen die Blätter beim Zerreiben sehr stark nach Knoblauch, doch dieses Merkmal hilft in der Regel nur bedingt, da nach kurzer Zeit die Finger den Geruch der Pflanze angenommen haben. Wer gerne die Unterschiede der Pflanzen sehe möchte, kann einen Blick auf diese Seite risikieren. Dort wird einem mit Fotos schön der Unterschied der Pflanzen vermittelt. 🙂 Weitere gute Informationen findet ihr zum Beispiel hier oder auch hier. Bitte beachtet, dass ihr selbst beim Pflücken verantwortlich seid, ich übernehme mit meinen Tipps keinerlei Haftung bei eventuell falsch gepflückten Blättern! Aber, dass ist wohl jedem von euch klar, oder? Wer sich noch immer unsicher ist, kann ja weiter nach dem Thema “googeln” oder geht auf Nummer sicher und kauft sie am Markt oder im Supermarkt seines geringsten Misstrauens. 😉

Jetzt haben wir eine reiche Ernte eingefahren (bzw viel gekauft), doch was sollen wir damit tun? Was haltet ihr zum Beispiel von einem Bärlauch Pesto? Für ca. 4 Portionen benötigen wird:

  • 250 Gramm Bärlauch
  • 250 Gramm Pinienkerne
  • 250 ml natives Olivenöl
  • 130 Gramm Grana Padano
  • Salz
  • Pfeffer

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Egal ob gekauft oder selbst gepflückt, zunächst müssen wir die Blätter gründlich waschen. Danach lassen wir sie schön abtropfen und können sie grob mit Küchenpapier trocken tupfen. Nun gilt es die Blätter schön zu zerkleinern. Ich verwende für solche Aufgaben immer gerne eine Kräuterwiegemesser. Mit diesem speziellen Messer kann man jegliche Art von Kräutern sehr schön und rasch zerkleinern. Wenn ihr nicht über solch ein Utensil verfügt verwendet einfach ein großes Allzweckmesser oder die wunderbaren scharfen japanischen Kochmesser.

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Im nächsten Step rösten wir die Pinienkerne ohne Fett in einer bereits erhitzten Pfanne. Geröstet wird unter ständigem Rühren bis die Kerne eine leicht bräunliche Farbe angenommen haben. Achtet bitte darauf, dass eure Kerne nicht zu braun werden, denn sonst könnte das Ganze ziemlich bitter werden. Tja und das wollen wir ja nicht unbedingt erreichen, oder? 😉 Anschließend lassen wir die Pinienkörner etwas auskühlen und holen uns einen Pürier-Staab und ein passendes Gefäß.

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In diese geben wir schön Abwechseln die klein geschnittenen Blätter und Kerne. Haben wir das Behältnis schön gefüllt, gießen wir einen Teil des Olivenöls darüber und beginnen zu pürieren. Während dieses Vorgangs lasst langsam aber beständig etwas Öl in das Gefäß laufen. Haben wir eine schön geschmeidige Paste erreicht, müssen wir nur noch unseren Käse reiben und schön unterrühren. Zu guter Letzt müsst bzw. könnt ihr das Pesto noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ihr könnt es nun gerne frisch mit gekochten Nudeln servieren, oder es in einem gut verschließbaren Glas für mehrere Monate im Kühlschrank aufheben. Hier achtet bitte darauf, dass ihr schön saubere und wirklich schön dicht verschließbare Gläser verwendet!

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Ihr seht, eigenes Pesto aus Bärlauch ist gar nicht schwer und kann ganz schnell zubereitet werden. Natürlich ist dies nicht die einzige Art wie man diese wunderbaren Blätter verarbeiten kann. Es gäbe noch diverse Sachen wie Suppe, Strudel, Risotto, Schnitzel, … Wenn mich die Pflückmuse packt, werde ich euch vielleicht noch das ein oder andere Rezept präsentieren. Viel Spaß und gutes Gelingen!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. mmmhhmmm… bei uns ist auch schon alles voller bärlauch. glaub heuer muss ich wirklich mal ausrücken und ein bissl was ernten….

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