Ein Huhn nach klassischer Wiener Art – Paprikahenderl

Mit diesem Beitrag möchte ich mich outen! Und zwar als bekennender Fan der klassischen Wiener Küche! Natürlich esse ich leidenschaftlich gerne die Spezialitäten aus Griechenland, Frankreich, Italien, Spanien, Japan, Thailand, Indien, Indosien, arabischen Raum, …, doch schätze ich unsere heimische Küche sehr stark. Ihre Vorteil liegt in der Einfachheit und dem trotzdem wunderbaren Geschmack. Da sieht man sehr oft, dass man mit wenigen Zutaten sehr sehr viel erreichen kann. In dem heutigen Beitrag zu Tweezer kocht möchte ich gerne einen weiteren Klassiker präsentieren und zwar Paprikahenderl.

Doch bevor wir so richtig loslegen, geb ich euch noch die Zutatenliste (für 2 – 3 Personen):

  • 3 Hühnerkeulen bzw. Hühnerbrust
  • 1 Zwiebel
  • ca. 50 ml Öl (ich empfehle hier Erdnussöl, da es stark erhitzbar ist)
  • ca. 1 Liter Hühnersuppe (man muss immer etwas nachgießen, von daher etwas mehr)
  • 2 – 3 Esslöffel edelsüßer Paprika
  • Paradeisermark
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 4 Esslöffel Sauerrahm
  • Salz
  • Pfeffer

Gut ich würde sagen ihr geht schon mal los einkaufen und ich fange inzwischen an, oder? Auf los geht’s los!

Als ersten Schritten nehmen wir die Zwiebel, schälen sie und schneiden sie im Anschluss in etwas gröbere Stücke. Danach erhitzen wir auf dem Herd eine Kasserolle (kann auch ein Topf sein) und geben sobald das Gefäß erwärmt ist das Öl und die Zwiebel hinzu. Auf mittlerer Stufe werden die Zwiebelstücke schön glasig gedünstet. In der Zwischenzeit sollte man die Hühnerteile von eventuelle Federrückständen befreien, wegstehende Hautteile entfernen und gut trocken tupfen. Im Anschluss sollte man das Huhn gut salzen und pfeffern.

Fertig? Gut, dann geben wir die Hühnerteile zu dem glasig gedünsteten Zwiebeln und braten es schön von allen Seiten an. Danach löschen wir das Ganze mit unserer Hühnersuppe ab. Wer keine selbst gemachte zu Hause hat, muss nicht bangen! Man kann natürlich auch eine Instantbrühe verwenden (Brühwüfel). Das Huhn sollte man nun eine gute 3/4 Stunde bis Stunde garen lassen. Je nachdem wie groß die Stücke sind kann sich dies natürlich auch noch mehr in die Länge ziehen bzw. natürlich auvh verkürzen. 🙂

Während wir noch warten bis die Stunde um ist, können wir den Sauerrahm nehmen und ihn mit dem Mehl schön glatt verrühren. Ich mache dies, damit man nachher kein Problem mit kleinen Klümpchen hat. 🙂 Nun können wir die Hühnerteile aus dem Topf nehmen und warm stellen (einfach auf einen normalen Speiseteller legen und Alufolie darüber). In die noch köchelnde Sauce geben wir einen kräftigen “Drücker” Paradeisermark, das Rahm/Mehl-Gemisch und den Paprika. Diese Mischung wird noch mit etwas Suppe angegossen und anschließend kräftig aufgekocht. Danach nehmen wir den Topf vom Herd und holen einen Pürierstab mit diesem wir die Sauce schön passieren. Alternativ würde sich auch eine Flotte-Lotte anbieten, doch ich persönlich bevorzuge lieber das zuerst genannte Utensil.

So der Topf kommt nun wieder zurück auf die heiße Herdplatte und wir lassen die Sauce bei niedriger bis mittlerer Stufe schön weiterköcheln. Die Teile vom Huhn können wir nun auch wieder in den Topf geben. Jetzt noch den Deckel drauf und das ganze gute 30 Minuten langsam fertig garen. Nun wäre es auch an der Zeit sich ein paar Gedanken über die Beilage zu machen, oder? 😉 *g* Ich gebe ja zu, ich war etwas faul und habe einfach fertige schwäbische Spätzle gekauft und diese in einem großen Topf mit ausreichend Salzwasser gekocht. Am besten wären natürlich selbst gemachte Nockerl. 🙂 Eventuell präsentiere ich euch bei Gelegenheit noch das Passende Rezept. 🙂 Alternativ könnte man zu der Speise auch noch schöne Salzerdäpfel servieren.

So ich denke das Essen sollte fertig sein. 🙂 Noch schnell auf den Teller gegeben und schon können wir genießen!

Gut, dann schlage ich vor ich komme zu den Punkten:
Schwierigkeit: 1 von 10
Zeitaufwand: 3 von 10
Zutaten: 1 von 10

Fazit: Ein einfaches aber geschmacklich sehr gutes Rezept! 🙂 Bei Gerichten wie diesen bin ich immer wieder erstaunt wieviel Geschmack man eigentlich aus so wenigen Zutaten holen kann! Ich wünsche euch viel Spass beim Nachkochen!

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Heyho!

    Hat mit dem Rezept super geklappt, ich habe nur mehr Sauerrahm (1 Becher) und weniger Öl (braucht man wohl nicht ganz so viel *g*) genommen.

    Schmatzschmatz, könnte ich jeden Tag essen! 😉

    Greez,
    Werner

  2. Achja, habe noch einen kleinen Änderungsvorschlag: Das Hendl zuerst im Öl anbraten, herausnehmen, und dann erst die Zwiebeln anbraten. Sonst verbrennen die Zwiebeln leicht, während das Hendl anbrät.

  3. Hi Werner!

    Freut mich, dass dir meine Variante des Paprikahenderls gefällt. 🙂 Dein Hinweis ist gut und man kann es gerne so machen. Wenn man hier nicht aufpasst, kann es schon sein, dass mal ein wenig Zwiebel zu dunkel wird. 😉

    Grüße

    Thomas

  4. Heyho!

    Jop, ist mir beim 1. Mal passiert, da waren die Zwiebel schon ziemlich dunkel ;), deshalb der Tipp!

    Beste Grüße,

    Werner

    PS: Heute gibt’s schon wieder Paprikahendl…hehe.

  5. Ich glaub’ ich sollt es auch wieder mal machen 😀 Gab es schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr

    Gruß

    Thomas

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